Alle Jubeljahre wieder …

Quelle: Pfarrer Markus Grabowski
Ludwig der Fromme, Sohn Kaiser Karl des Großen ritt mit seinem Gefolge durch die norddeutschen Lande. Er trug eine Kapsel mit einem Stück Marienmantel als Reliquie bei sich. Bei einer Messe mitten im Wald hängte er das Marienreliquiar an einen Strauch. Nach dem Gottesdienst ritt Ludwig weiter und erschrak. Das Reliquiar war weg. Als er an die Stelle des Gottesdienstes zurückkehrte, ließ sich das Marienreliquiar vom Strauch nicht mehr loslösen.
Ein göttliches Zeichen, dachte Ludwig der Fromme. Hier soll eine Kapelle gebaut werden und ein neues Bistum entstehen. Auf diese Legende geht die Gründung des Hildesheimer Mariendomes und unseres Bistums im Jahr 815 zurück.
An der Apsis unserer Domkirche blüht alljährlich der Tausendjährige Rosenstock, Wahrzeichen unseres Bistums, an dem Ludwig der Fromme einst das Marienreliquiar aufgehängt hat.
Am Ende des II. Weltkrieges wurde Hildesheim völlig zerstört. Als eine Bombe auch den Dom vernichtete, begruben die gesprengten Steine den Rosenstock unter sich. War der Tausendjährige Rosenstock nun für immer tot …? Keineswegs.
Wie durch ein Wunder entdeckten Gläubige kurze Zeit nach Kriegsende, wie ein neuer junger Trieb zwischen den Steinen emporkam. Spätestens hier wurde der Rosenstock zu einem Zeichen der Hoffnung, zum Symbol der Auferstehung Jesu.
Der heilige Paulus schreibt: Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. (Röm 5,5)
Erstaunlich: Im Jahre 2022 am Ende der so schwierigen Coronapandemie hat der Tausendjährige Rosenstock wieder einen neuen Trieb hervorgebracht. Menschen, die in diesen Maitagen zum Dom pilgern und den Rosenstock mit den blühenden Rosen bestaunen, können gewiss neue Hoffnung schöpfen. Christus, der wie dieser Rosenstock immer wieder neu erblüht und im Frühling Leben zeugt, erfüllt uns mit seinem Geist der Liebe, damit auch wir dieses neue Leben spüren und die Hoffnung wie den Duft einer Rose in der Welt versprühen.
Der Tausendjährige Rosenstock von Hildesheim: Ein Zeichen der Hoffnung.
Pfr. Markus Grabowski!
Wussten Sie schon, dass …
… wir in diesen Tagen intensiv die Sakramente der Taufe, Erstkommunion und Firmung vorbereiten und feiern? Verbinden wir uns mit unseren Kindern und Jugendlichen im Gebet.
… ich in diesen Wochen mit meinen engsten MitarbeiterInnen Jahresgespräche führe…? Ich danke meinem ÜPE-Team, Frau Jacob in der Verwaltung, den SekretärInnen und den KiTa-LeiterInnen Frau Kaczynski und Frau Meyer mit ihren Teams für ihre unermüdliche und zuverlässige Arbeit.
… wir am 29. Mai 25, 11.00 Uhr einen weiteren Höhepunkt im Heiligen Jahr erleben? Wir wollen mit allen vier Pfarreien und 13 Kirchorten an St. Josef, Obernkirchen zusammenkommen (10.15 Uhr) und zur Lieth-Halle pilgern. Dort feiern wir eine heilige Messe am Hochfest Christi Himmelfahrt und laden auch zur anschl. Begegnung ein. Es gibt etwas zu essen und trinken. Seien Sie dabei.

