Aufgefahren in den Himmel

Ich glaube an Jesus Christus, aufgefahren in den Himmel.

Menschen haben das Bedürfnis, Grenzen zu überschreiten. Reinhard Mey singt in seinem berühmten Lied: „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein …“

Und wenn mein Neffe mit seinen 10 Jahren nach einem „artigen Moment“ von der Tarantel gestochen wird, dann will er auf seinem Trampolin bis zu den Sternen fliegen…😊

Haben Sie eigentlich davon gehört, dass kürzlich der erste Helikopter auf dem Mars bei kaum vorhandener Atmosphäre drei, vier Meter abgehoben und in die Höhe gegangen ist. Einfach sensationell. Der Beginn neuen Lebens…?
Menschen wollen einfach in die Höhe, über sich selbst hinaus.

In seinen Gleichnissen redet Jesus immerzu vom Himmel und dem Himmelreich. So vergleicht Jesus den Himmel mit einem Schatz im Acker oder einer besonders kostbaren Perle, die ein Kaufmann findet und dafür alle anderen Perlen verkauft. (Mt 13,45-46)

Himmel ist nicht ein geographischer Ort, der sich irgendwo jenseits der Milchstraße Millionen Lichtjahre entfernt finden lässt. So musste Juri Gagarin nach seiner Raumfahrt bei seiner Mondlandung enttäuscht feststellen: „Ich habe Gott hier nicht gesehen“. Himmel ist der Ort, oder besser eine Person, jenseits alles begrenzten, endlichen und vorläufigen Lebens. Gott ist überall und nirgends.

Schon im Alten Testament ist die Wolke ein Sinnbild für die Gegenwart Gottes, der nahe ist, der sich selbst jedoch den Augen der Menschen entzieht. Gott wohnt in unzugänglichem Lichte. Er ist größer und anders, als wir ihn uns je vorstellen können.

In der Apostelgeschichte hören wir: „Jesus wurde vor den Augen der Jünger emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.“ (Apostelgeschichte 1,9)

Wenn wir im Glauben bekennen, dass Jesus in den Himmel aufgefahren ist, dann meinen wir nicht seinen Weggang zu den Sternen. Vielmehr ist dieser Jesus als Sohn in Gottes Herrlichkeit eingegangen. Jesus nimmt teil an Gottes Macht und Größe und bleibt uns von daher für immer zugewandt und nahe. Jesus ist der österliche Herr, der den Tod überwand und uns so an seinem Segen teilnehmen lässt.

Schon vor seinem Tod hat Jesus von seiner Himmelfahrt gesprochen:

Wenn ich erhöht bin, dann werde ich alle an mich ziehen.“ (Joh 12,32)

Und im Kolosserbrief sagt Paulus über den kosmischen Jesus: „Denn in ihm wurde alles erschaffen, im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten. Alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen“. (Kolosser 1,16).

Ich glaube an Jesus Christus, aufgefahren in den Himmel. Mit ihm komme ich echt über alle Grenzen und Mauern des Lebens hinweg und gelange an das letzte Ziel des Lebens. Was für ein Schatz., dieser Vater im Himmel, der durch seinen Sohn im heiligen Geist mich in seiner Gemeinschaft hält.

Und du, was glaubst du…?

Pfarrer Markus Grabowski


Wussten Sie schon, dass …

ich Sie gern am Freitag, 23. April 21, 19.00 Uhr wieder zu einem weiteren „Schnittpunkt“ und zum Bibelgespräch über das Evangelium zum 4. Ostersonntag einladen möchte: Johannes 10,11-18

Einen Link für Zoom erhalten Sie in einem unserer Pfarrbüros.

wir am kommenden Sonntag, 25. April 21, 10.30 Uhr die hl. Messe am Sonntag des Guten Hirten im Youtube übertragen? Geben Sie im Youtube einfach „Pfarrer Markus Grabowski“ ein und folgen weiteren Hinweisen. Oder gucken Sie auf unsere Homepage: www.st-joseph-stadthagen.de