Trotz – dem

Haben Sie schon einmal eine Trotzreaktion gezeigt…?

Bei einem Fußballspiel lag eine Mannschaft zur Pause 0:3 zurück. Und dabei haben die Spieler gut gespielt.

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Sie haben alles gegeben
und hätten eigentlich führen müssen.
In der Pause wurde Tacheles geredet.
Wut, Enttäuschung, Zweifel.
Doch dann muss der Trainer etwas ausgelöst haben…
Die Spieler zeigten eine Trotzreaktion.
Das Vertrauen kehrte zurück.
Sie gewannen am Ende doch noch das Spiel.

Im Psalm 73 sieht der gottesfürchtige wankende Beter,  dass gottesferne Menschen scheinbar auf der Siegerstraße sind:

Fürwahr, Gott ist gut für Israel, *

für alle, die reinen Herzens sind.

2Ich aber – fast wären meine Füße gestrauchelt, *

beinahe wären ausgeglitten meine Schritte.

3Denn ich habe mich über die Prahler ereifert, *

als ich das Wohlergehen der Frevler sah:

4Sie leiden ja keine Qualen, *

ihr Leib ist gesund und wohlgenährt.

5Sie kennen nicht die Mühsal der Sterblichen, *

sind nicht geplagt wie andere Menschen.

8Sie höhnen und reden Böses, *

Unterdrückung reden sie von oben herab.

9Sie reißen ihr Maul bis zum Himmel auf *

und lassen auf Erden ihrer Zunge freien Lauf.

Der Beter auf der Verliererstraße scheut es nicht, seine Zweifel Gott im Gebet hinzuhalten. Herr, was habe ich von Dir und dem Glauben an Dich …?

13Fürwahr, umsonst bewahrte ich lauter mein Herz *

und wusch meine Hände in Unschuld.

14Und doch war ich alle Tage geplagt *

und wurde jeden Morgen gezüchtigt.

Doch dann der Wendepunkt: Eine Begegnung, eine Erkenntnis, eine Gnade, Vertrauen, Treue und eine Trotzreaktion:

16Ich dachte nach, um dies zu begreifen, *

Mühsal war es in meinen Augen,

17bis ich eintrat in Gottes Heiligtum *

und einsah, wie es mit ihnen zu Ende geht.

18Fürwahr, du stellst sie auf schlüpfrigen Grund, *

du lässt sie in Täuschungen fallen.

19Wie werden sie in einem Augenblick zum Entsetzen, *

werden dahingerafft, nehmen ein Ende mit Schrecken.

20Wie einen Traum, nach dem Erwachen, mein Herr, *

verachtest du ihr Schattengebilde, wenn du aufstehst.

Jesus hat am Kreuz trotz aller Ängste und Nöte sein Vertrauen auf Gott und seine Verbindung zu ihm nicht abgebrochen. Er hat am Ende gesiegt. Das Kreuz ist die Trotzreaktion Gottes und unerklärliche Kraft in unserem Glaubensleben.

21Ja, mein Herz war bitter *

und Schmerz bohrte mir in den Nieren.

25Wen habe ich im Himmel außer dir? *

Neben dir erfreut mich nichts auf Erden.

26Mag mein Fleisch und mein Herz vergehen, *

Fels meines Herzens und mein Anteil ist Gott auf ewig.

27Denn siehe: Die fern sind von dir, gehen zugrunde, *

du vernichtest alle, die dich treulos verlassen.

28Ich aber – Gott nahe zu sein, ist gut für mich, /

ich habe GOTT, den Herrn, zu meiner Zuflucht gemacht. *

Ich will erzählen von all deinen Taten.

Ihr Pfarrer Markus Grabowski!


Wussten Sie schon, dass …

… unsere Sternsinger in diesen Tagen den Neujahrsegen von Haus zu Haus bringen und Geldspenden für Arbeiterkinder in Bangladesch sammeln? Danke.

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