Psalm 90
ist wohl der älteste aller Psalmen…
Mose weiß, dass die ganze Welt in Gott einen Ursprung hat.
Zeit und Raum sind von Gott durchdrungen.
Mose konnte selbst nicht in das Gelobte Land einziehen.
Aber er sieht dieses Land der Fülle und er betet:
1 Ein Bittgebet des Mose, des Mannes Gottes.
O Herr, du warst uns Wohnung von Geschlecht zu Geschlecht.
2 Ehe geboren wurden die Berge,
ehe du unter Wehen hervorbrachtest Erde und Erdkreis,
bist du Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Vor Weihnachten geraten Menschen oft in Panik.
Und das noch einkaufen, und das noch erledigen und hier noch hinfahren …
Viele haben heute das Gefühl, die Zeit laufe ihnen davon.
Und wie oft hörst Du: Ich habe keine Zeit …
Psalm 90 beschönigt nichts. Er spricht aus, was wir fühlen: Not, Mühe, Tod…
3 Zum Staub zurückkehren lässt du den Menschen, du sprichst:
Ihr Menschenkinder, kehrt zurück!
4 Denn tausend Jahre sind in deinen Augen wie der Tag,
der gestern vergangen ist, wie eine Wache in der Nacht.
5 Du raffst sie dahin, sie werden wie Schlafende.
Sie gleichen dem Gras, das am Morgen wächst:
6 Am Morgen blüht es auf und wächst empor,
am Abend wird es welk und verdorrt.
7 Ja, unter deinem Zorn schwinden wir hin,
durch deine Zornesglut werden wir starr vor Schrecken.
10 Die Zeit unseres Lebens währt siebzig Jahre,
wenn es hochkommt, achtzig.
Das Beste daran ist nur Mühsal und Verhängnis,
schnell geht es vorbei, wir fliegen dahin.
11 Wer erkennt die Macht deines Zorns und fürchtet deinen Grimm?
Angesichts unserer Vergänglichkeit und kurzen Lebensspanne betet Mose:
12 Unsere Tage zu zählen, lehre uns!
Dann gewinnen wir ein weises Herz.
Carpe Diem. Nutze den Tag. Konzentriere dich auf das Wesentliche.
Lass Dich von Gott, von seiner Zuwendung und ewigen Liebe beschenken.
Suche in ihm deinen bleibenden Anker:
13 Kehre doch um, HERR! – Wie lange noch?
Um deiner Knechte willen lass es dich reuen!
14 Sättige uns am Morgen mit deiner Huld!
Dann wollen wir jubeln und uns freuen all unsre Tage.
15 Erfreue uns so viele Tage, wie du uns gebeugt hast,
so viele Jahre, wie wir Unheil sahn.
16 Dein Wirken werde sichtbar an deinen Knechten
und deine Pracht an ihren Kindern.
17 Güte und Schönheit des Herrn, unseres Gottes, sei über uns!
Lass gedeihen das Werk unserer Hände,
ja, das Werk unserer Hände lass gedeihn!
Mose hat in den 40 Jahren Wüstenwanderung viel gesehen.
So mancher ging vor seinen Augen zum Sterben.
Nun steht er selbst vor der Grenze:
Ob er in Gott seinen Frieden fand und loslassen konnte? Und Du …?
Ihr Pfarrer Markus Grabowski!
Wussten Sie schon, dass …
… unsere Ministranten an diesem Samstag zum Schlittschuhlaufen nach Lauenau aufbrechen? Wir freuen uns am Sonntag auch wieder auf das geistliche Abhängen in St. Joseph – Stadthagen

