Die Psalmen unter die Lupe nehmen … drei Fakten

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1. Psalm – zu Deutsch: „Zupfen“. David und andere Autoren haben die Psalmen als Lob oder Klage, als Hymnen oder Bittgebete wohl gesungen. Die Kirche singt die Psalmen bis heute besonders in Klöstern im Morgenlob, den Laudes, im Abendgebet – der Vesper oder dem Nachtgebet – der Komplet. Und wie schön klingt ein Psalm in der heiligen Messe, wenn er von einer Kantorin zwischen den Lesungen unter Orgelbegleitung vorgetragen und von der Gemeinde mitgesungen wird …
2. Psalm – Dietrich Bonhoeffer nannte die Psalmen das Gebetsbuch Jesu. So wie die Beter damals ihre Beziehung zu Gott in jeder Lebenslage, ob bei Freude oder Leid in den Psalmen ausgedrückt haben, so können wir heute auch mit einem uralten Psalm in diese Nähe Gottes eintreten. Und Jesus … Er betete auch mit den Psalmen. Ja, die Psalmen kündigen Jesus selbst an. Jesus ist letztlich prophetischer Inhalt der Psalmen. Beispiel: Jesus betet am Kreuz:
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!?“ (Psalm 22)
3. Psalm – Es gibt 145 Psalmen, die sich in fünf Bücher einordnen lassen. Wir denken an die fünf Bücher Mose. Während die vorhergehenden Bücher die Geschichte Israels, also die Vergangenheit beleuchten und die nachfolgenden Prophetenbücher von der Zukunft des Gottesvolkes sprechen, geben die Psalmen die Gegenwart Gottes damals und heute wieder. Gott handelt in unserem Leben heute. Die meisten Psalmen werden David zugeschrieben. Manche werden von einzelnen, andere gemeinschaftlich gebetet. Psalmen geben das Glück wie das Unglück des Menschen wieder, doch sie münden am Ende in einem einzigen Lobpreis Gottes und werden immer hoffnungsvoller. Psalm 1 und 2 geben das Grundthema dieser wunderschönen Poesiegesichte an:
Wohl dem Menschen, der Freude hat an der Weisung des Herrn*
Über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht.
Er ist wie ein Baum*
der an Wasserbächen gepflanzt ist,
der zur rechten Zeit seine Frucht bringt*
und dessen Blätter nicht welken.
Alles, was er tut* wird ihm gut gelingen. (Psalm 1)
Na denn, auf den Geschmack gekommen?
Nehmen wir die Psalmen weiter unter die Lupe!
Ihr Pfarrer Markus Grabowski!
Wussten Sie schon, dass …
… wir an diesem Freitag – Samstag Einkehrtage in unserem Kirchort Rodenberg erleben? Wir begrüßen Pfarrer Meyer und freuen uns auf eine Erfahrung des Heils und der Versöhnung. Herzlich willkommen😊
… wir in unseren vier Pfarreien an diesem und dem kommenden Sonntag Erntedank feiern? Preisen wir gemeinsam den Herrn für die Gaben der Schöpfung und suchen wir dieses Geschenk zu bewahren.
… unsere Kirchenvorstände in diesen Tagen Sicherheitsbegehungen in unseren Immobilien vornehmen? Ihre Sicherheit in unseren Häusern ist uns wichtig, wie dem Herrn das Heil der Seelen wichtig ist.

